Deutsche Privathaushalte Mehr als zehn Billionen Euro Geldvermögen
Stand: 02.01.2026 10:52 Uhr
Die Deutschen sind als Weltmeister im Sparen bekannt. Nach einer Berechnung der DZ Bank ist das private Geldvermögen im Jahr 2025 auf mehr als zehn Billionen Euro angestiegen. Dabei spielen auch Aktiengeschäfte eine Rolle.
Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland wächst seit Jahren. Nach einer Studie der DZ Bank wurde es auch 2025 größer. Die Bank geht in einer Hochrechnung davon aus, dass sich das nominale Geldvermögen im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um gut sechs Prozent oder knapp 600 Milliarden Euro auf 10,03 Billionen Euro erhöht hat.
Auch wenn im laufenden Jahr mit einer etwas geringeren Sparquote zu rechnen sei, dürfte sich der Trend fortsetzen: Die DZ Bank erwartet, dass das private Geldvermögen der Deutschen 2026 um gut fünf Prozent auf dann 10,5 Billionen Euro zulegt.
Deutsche mit überdurchschnittlicher Sparquote
Für das Gesamtjahr 2025 schätzt DZ-Bank-Ökonom Michael Stappel die Sparquote auf Basis der Daten für die ersten drei Quartale auf 10,4 Prozent. Das wäre zwar niedriger als ein Jahr zuvor (11,2 Prozent), aber immer noch überdurchschnittlich.
Allerdings parken die Menschen in Deutschland traditionell viel Geld auf oft vergleichsweise gering verzinsten Tagesgeldkonten. Je nachdem, wie hoch die Inflation ist, verliert das Geld dort an Kaufkraft. Im vergangenen Jahr fiel die Verzinsung von Bankeinlagen niedriger aus als ein Jahr zuvor.
Anleger profitieren von Kurssteigerungen
Dagegen machen viele Anleger zum Beispiel in den USA mehr aus ihren Ersparnissen, wie andere Analysen zeigen: Dort wird mehr auf die Aktienmärkte gesetzt. Wer hierzulande die Scheu vor der Börse abgelegt hat, konnte 2025 im dritten Jahr in Folge von kräftigen Kurssteigerungen profitieren. Nach Berechnungen der DZ Bank trugen Wertzuwächse bei Aktien und Fonds mit 290 Milliarden Euro maßgeblich zum Vermögensaufbau der Privathaushalte bei.
Nach einer Umfrage der Postbank investieren immer mehr Menschen in Deutschland an der Börse. Hatten 2023 nur 27 Prozent der Verbraucherinnen und Verbrauchern Aktien und Fonds, waren es 2025 bereits 34 Prozent. Maßgeblich dafür ist nach Angaben der Postbank die Beliebtheit von börsennotierten Index-Fonds, ETFs. Ihr Anteil stieg in zwei Jahren um 62 Prozent.










