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Studie: Wenn Forschende ihre Erkenntnisse zurückhalten

Suedpole. by Suedpole.
10:33:44 7. Oktober 2025
in Forschung
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Studie: Wenn Forschende ihre Erkenntnisse zurückhalten

„Gollum-Effekt“ Wenn Forschende ihre Erkenntnisse nicht teilen

Stand: 06.06.2025 07:54 Uhr

In der Wissenschaft werden Daten und Erkenntnisse oft zurückgehalten. Das behindert Kooperationen und schadet wissenschaftlichen Karrieren, zeigt eine Befragung der Universität Halle-Wittenberg.

Mit Gollum, der hinterhältigen Figur aus „Der Herr der Ringe“, vergleicht José Valdez von der Universität Halle-Wittenberg (MLU) und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) das Verhalten so mancher Forschender. Denn auch in der Wissenschaft gebe es obsessives Besitzdenken.

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Der Biodiversitätsforscher hat selbst erlebt, dass Vorgesetzte an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen Themen, Methoden und Datensätze wie ihren Besitz horten und ihre Macht missbrauchen. Im Gespräch mit anderen Nachwuchs-Wissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern erkannte er: Mit dieser Erfahrung ist er nicht allein.

Gemeinsam mit Sandeep Sharma von der MLU und vom iDiv sowie John Gould von der University of Newcastle in Australien untersuchte er diese Formen wissenschaftlichen Fehlverhaltens genauer und nannte sie „Gollum-Effekt“.

Effekt behindert wissenschaftliche Karrieren

563 Forschende aus 64 Ländern haben die Studienmacher befragt – vor allem aus den Bereichen Ökologie, Biodiversitätsschutz und Umweltwissenschaften. Fast die Hälfte (44 Prozent) gab an, schon mindestens einmal in ihrer wissenschaftlichen Arbeit behindert worden zu sein.

Etablierte Professorinnen und Professoren, aber auch Mitglieder von Forschungsgruppen oder Organisationen hemmten zum Beispiel die Forschungsplanung. Sie verwehrten den Zugriff auf Quellen und Daten oder verzögerten das Erstellen oder Begutachten von Manuskripten, etwa für Veröffentlichungen in Fachzeitschriften. Mehr als die Hälfte der Betroffenen sind Forschende in der Promotionsphase, also am Beginn der akademischen Karriere.

Wettbewerb in der Wissenschaft

Als Gründe nennt Valdez die übermäßig wettbewerbsorientierte Kultur im Wissenschaftsbetrieb nach dem Prinzip „Publish or Perish“ (publizieren oder untergehen). Auch begrenzte Forschungsmittel und Karrieremöglichkeiten sieht er dahinter.

Gerade junge Forschende während der Promotion und Post-Docs stünden so unter ständigem Druck, ihre Ressourcen zu sichern, möglichst viele Artikel zu veröffentlichen und die nächste befristete Stelle zu ergattern, um sich innerhalb des Wissenschaftsbetriebs zu behaupten. Etablierte Forschende dagegen fürchten oft Konkurrenz in ihren Forschungsfeldern. Diese akademischen Strukturen verleiteten einige dazu, wissenschaftliche Erkenntnisse zu hüten, anstatt zu kooperieren.

Die meisten passen sich an, zeigt die Befragung von Valdez und seinen Kollegen. Laut der Studie wechselten Betroffene bei Konflikten eher das Forschungsgebiet oder verließen sogar die akademische Welt. Nur ein Drittel der Befragten gab an, sich gegen den „Gollum-Effekt“ gewehrt zu haben. Weniger als 15 Prozent gingen den Weg über formelle Beschwerden bei ihren Forschungseinrichtungen oder über rechtliche Mittel.

Leitlinien für gute wissenschaftliche Praxis

In Deutschland können sich Betroffene auf den Kodex „Leitlinien für gute wissenschaftliche Praxis“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) berufen.

Martin Steinberger leitet dort das Team „Wissenschaftliche Integrität“. Er betont, dass seit der Neufassung 2019 die Themen Machtmissbrauch oder auch das Ausnutzen von Abhängigkeitsverhältnissen und der Schutz hinweisgebender Personen besondere Beachtung finden.

Forschende und wissenschaftliche Einrichtungen müssen die Leitlinien umsetzen, wenn sie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft Fördermittel erhalten wollen. Ein wichtiger Hebel, um Mobbing, Ideenklau und Manipulationen einzudämmen. Aber Anlaufstellen an den Hochschulen oder das von der DFG finanzierte „Ombudsgremium für die wissenschaftliche Integrität in Deutschland (OWID)“ sind den wenigsten bekannt, und vertrauensbildende Maßnahmen brauchen Zeit.

Verbesserung der Fehlerkultur

Das Bewusstsein für wissenschaftliches Fehlverhalten und speziell Machtmissbrauch in den Leitlinien zu schärfen, sei ein wichtiger Schritt gewesen, betont auch die Psychologin Jutta Stahl von der Universität Köln. Die Prodekanin für Akademische Karrieren und Chancengerechtigkeit beschäftigt sich mit Fragen des Machtmissbrauchs im akademischen Betrieb.

Denn manchen sei gar nicht bewusst, dass sie die Grenzen guter wissenschaftlicher Praxis überschreiten, so Stahl. Das zeigen auch die Ergebnisse von Valdez: Fast ein Fünftel der Befragten gab zu, sich selbst – meist unbeabsichtigt – schon manchmal Gollum-ähnlich verhalten zu haben.

Als Lösungsansatz schlugen die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer zum Beispiel Schulungen vor: Wie gemeinsames wissenschaftliches Arbeiten geht, wie gute Betreuung aussieht und wie Fehlverhalten gemeldet werden kann.

Jutta Stahl fordert unter anderem, mehr Wert auf die Betreuungs- und Publikationsqualität zu legen, statt nur auf die Quantität, um Machtmissbrauch und unkollegiales wissenschaftliches Verhalten einzudämmen. Und die Psychologin wünscht sich, „dass die Menschen einfach lernen, auch zu sagen: ‚Es tut mir leid, ich habe hier was falsch gemacht als Führungsperson.'“ Damit die Gollums in der Forschung ihre Schätze in Zukunft zum Wohle aller teilen werden.

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