Stand: 29.11.2025 20:26 Uhr
Immer wieder eskaliert die Gewalt im Westjordanland, die Angriffe radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser häufen sich. Bei einem weiteren Vorfall sollen nun erneut mehrere Menschen verletzt worden sein.
Im Westjordanland haben israelische Siedler palästinensischen Angaben zufolge mehrere Menschen verletzt. Nach einem Schuss sei eine Frau in einem Krankenhaus behandelt worden, teilte die palästinensische Hilfsorganisation Roter Halbmond mit.
Zudem seien mehrere Menschen durch Schläge verletzt worden. Insgesamt zehn Palästinenser sollen verletzt worden sein. Der Angriff ereignete sich den Angaben nach in der Nähe von Bethlehem.
Steinwürfe und Schüsse
Auf Anfrage teilte die israelische Armee mit, sie habe eine Meldung über eine gewaltsame Auseinandersetzung zwischen israelischen Siedlern und Palästinensern in der Gegend von Bethlehem erhalten. Sie sei auch über gegenseitige Steinwürfe und Schüsse, die in Richtung der Palästinenser abgegeben worden seien, informiert worden. Soldaten und Grenzpolizisten seien deshalb in die Gegend gekommen und hätten die Ansammlung aufgelöst.
„Infolge der Auseinandersetzung wurden mehrere israelische Zivilisten verletzt, lehnten jedoch eine medizinische Behandlung ab“, teilte die Armee weiterhin mit. Außerdem seien mehrere Palästinenser verletzt worden.
Palästinensischen Berichten zufolge kamen Siedler in das von Palästinensern bewohnte Dorf und begannen dort die Auseinandersetzung.
Angriffe von Siedlern häufen sich
Im besetzten Westjordanland nehmen die Angriffe radikaler Siedler auf Palästinenser stark zu. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurde im Oktober die höchste monatliche Anzahl von Angriffen israelischer Siedler auf Palästinenser und deren Eigentum im Westjordanland seit 2006 verzeichnet. Laut UN gab es pro Tag durchschnittlich acht Vorfälle.
Zuletzt hatte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu versprochen, gegen die neue Welle der Gewalt durch radikale israelische Siedler vorzugehen. Er kündigte an, sowohl gegen Gewalt gegen israelische Soldaten als auch gegen Palästinenser „werden wir sehr kraftvolle Maßnahmen ergreifen, weil wir eine Nation des Rechts sind“.








