Nach Kritik Familienunternehmer-Verband ändert Umgang mit AfD
Stand: 30.11.2025 22:15 Uhr
„Es ist das Gegenteil von dem passiert, was wir wollten“, heißt es vom Verband der Familienunternehmer. Präsidentin Ostermann kündigte an, man werde den Umgang mit der AfD neu diskutieren. Der Verband distanziere sich klar von Extremisten.
Nach scharfer Kritik und dem Austritt von Mitgliedsunternehmen hat der Verband der Familienunternehmer seine Position zum Umgang mit der AfD korrigiert. Die Einladung von AfD-Abgeordneten zu einem Parlamentarischen Abend habe sich als Fehler herausgestellt, teilte die Präsidentin Marie-Christine Ostermann am Sonntagabend nach Gremiensitzungen ihres Verbandes mit. „Wir müssen andere Wege der Auseinandersetzung finden, wie wir der AfD kritisch begegnen und gleichzeitig deutlich machen können, wofür wir stehen“, heißt es in einer Mitteilung.
Es sei das Gegenteil von dem passiert, was der Verband gewollt habe. „Wir haben Abgeordnete der AfD zum Parlamentarischen Abend eingeladen, damit sie auch von uns hören, dass ihr Programm wirtschaftsfeindlich ist und dem Standort Deutschland schadet. Leider ist öffentlich – auch durch Äußerungen der AfD – der falsche Eindruck entstanden, dass wir die Partei stärken wollten“, heißt es weiter.
Diskussion über Umgang mit der AfD
Das sei nicht richtig, so Ostermann. Der Verband distanziere sich von Extremisten und lasse sich nicht von ihnen vereinnahmen. In den kommenden Monaten solle nun der Umgang mit der AfD mit den Mitgliedern diskutiert werden.
Der Verband der Familienunternehmer hatte im Oktober zu einem Parlamentarischen Abend in einer Niederlassung der Deutschen Bank in Berlin erstmals auch Vertreter der AfD eingeladen. Ostermann sagte damals dem „Handelsblatt“, das „Kontaktverbot“ zu AfD-Bundestagsabgeordneten sei aufgehoben worden. In der Folge traten die Unternehmen Rossmann, Vorwerk und Fritz-Kola aus dem Verband aus.








