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Stand: 03.01.2026 12:30 Uhr
Nach dem US-Angriff auf Venezuela hat die dortige Regierung den „massiven“ Einsatz all seiner militärischen Mittel angekündigt. Venezuelas Vizepräsidentin Rodriguez verlangt von den USA ein Lebenszeichen von Präsident Maduro und seiner Frau.
12:30 Uhr
“Diese Entwicklung ist überraschend“
Nicht viele Experten haben mit dieser Entwicklung des USA-Venezuela-Konflikts gerechnet, wie ARD-Korrespondent Martin Ganslmeier berichtet. „Weil eine Invasion oder auch eine Gefangennahme des Staats- und Regierungschefs von Venezuela doch als sehr riskante Operation galt.“ Es sei möglich, dass die USA Maduro nach der Gefangennahme nun den Prozess als Drogen-Terrorist mache.
12:30 Uhr
Kallas ruft nach Telefonat mit Rubio zur Zurückhaltung auf
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat nach einem Telefonat mit US-Außenminister Marco Rubio zur Zurückhaltung aufgerufen. „Die EU hat wiederholt erklärt, dass Herrn Maduro die Legitimität fehlt und sich für einen friedlichen Übergang ausgesprochen“, schreibt sie auf der Plattform X.
„Unter allen Umständen müssen die Grundsätze des Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen eingehalten werden. Wir rufen zur Zurückhaltung auf“, fügt sie hinzu, ohne die USA direkt zu kritisieren. Die Sicherheit der EU-Bürger in Venezuela habe für die EU oberste Priorität. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mitgeteilt, die USA hätten Venezuela angegriffen und Präsident Nicolas Maduro gefangen genommen.
12:14 Uhr
US-Senator Lee: Maduro soll vor US-Gericht
Die USA wollen Venezuelas Präsidenten Nicolas Maduro nach Angaben des US-Senators Mike Lee in den Vereinigten Staaten vor ein Strafgericht stellen. Er habe dies von Außenminister Marco Rubio in einem Telefonat erfahren, sagte Lee laut Nachrichtenagentur Reuters. Rubio gehe auch nicht von „weiteren Handlungen“ in Venezuela aus, jetzt da sich Maduro in US-Gewahrsam befinde. Lee ist wie Rubio und Präsident Donald Trump Mitglied der Republikanischen Partei.
12:02 Uhr
Spanien ruft zur Deeskalation in Venezuela auf
Spanien hat angesichts der US-Angriffe in Venezuela und der Mitteilung über eine Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro zur Mäßigung aufgerufen. Das Völkerrecht und die UN-Charta müssten beachtet werden, stand in einer ersten Erklärung des spanischen Außenministeriums zur Lage in dem südamerikanischen Land. Zugleich bot die linke Regierung in Madrid ihre Hilfe an, um „eine friedliche und durch Verhandlungen erzielte Lösung der gegenwärtigen Krise zu erreichen“.
Bilder zeigen Rauch und Feuer nach dem Angriff in Caracas.
11:59 Uhr
Trump lobt Einsatz in New York Times
US-Präsident Donald Trump hat in einem Telefonat mit der New York Times den US-Einsatz zur Ergreifung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro als Erfolg gewertet. Dieser sei aufgrund „viel guter Planung und vieler großartiger Soldaten und großartiger Leute“ erfolgreich durchgeführt worden, berichtete die Tageszeitung unter Berufung auf ein Gespräch mit dem Präsidenten. Er habe das Vorgehen als „brillante Operation“ bezeichnet.
Auf die Frage, ob er sich die Zustimmung des Kongresses für das Vorhaben eingeholt habe oder wie es mit Venezuela weitergehe, sagte Trump, er wolle dazu bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago Stellung beziehen. Sie ist für 11.00 Uhr (17.00 Uhr in Deutschland) angekündigt.
11:55 Uhr
Russland verurteilt US-Angriff auf Venezuela
Russland hat den Angriff der USA auf Venezuela verurteilt. Es handele sich um einen „Akt der bewaffneten Aggression“ gegen das südamerikanische Land, teilte das russische Außenministerium auf seinem Telegram-Kanal mit. „Venezuela muss das Recht haben, sein eigenes Schicksal ohne jede zerstörerische, geschweige denn militärische Intervention von außen zu bestimmen“, hieß es.
Das Außenministerium rief zu einem Dialog auf, mit dem eine weitere Eskalation verhindert werden solle. Es sprach sich zudem für ein Krisentreffen des UN-Sicherheitsrats aus.
11:52 Uhr
US-Vize-Außenminister: Maduro wird zur Rechenschaft gezogen
Der von US-Streitkräften gefasste venezolanische Staatschef Nicolás Maduro wird nach Angaben von US-Vize-Außenminister Christopher Landau für seine „Verbrechen“ zur Rechenschaft gezogen. „Der Tyrann ist gestürzt“, schrieb Landau auf X.
11:52 Uhr
CBS News: Maduro wurde von US-Eliteeinheit gefasst
Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro ist laut einem Medienbericht von einer US-Elite-Spezialeinheit gefangen genommen worden. Am frühen Samstagmorgen sei Maduro von Einheiten der Delta Force in Gewahrsam genommen worden, berichtete der US-Sender CBS News unter Berufung auf US-Beamte. Die Einheit der US-Armee kam auch 2019 zum Einsatz, bei der der Anführer des Islamischen Staates (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, getötet wurde.
11:42 Uhr
Krisenstab der Bundesregierung tritt zusammen
Im Auswärtigen Amt wird heute der Krisenstab der Bundesregierung zusammentreten. „Wir beobachten die Lage in Venezuela sehr aufmerksam und verfolgen die aktuellen Meldungen mit größter Sorge“, heißt es im Außenministerium. Das Auswärtige Amt stehe im engen Kontakt mit der Botschaft in Caracas. Die Lage sei derzeit „in Teilen noch unübersichtlich“. Die Bundesregierung stimme sich eng mit den Partnern ab.
11:42 Uhr
Venezuela kündigt „massiven“ Einsatz all seiner militärischen Mittel an
Venezuela hat einen „massiven“ Einsatz all seiner militärischen Mittel angekündigt. Es werde einen „massiven Einsatz aller Land-, Luft-, Marine-, Fluss- und ballistischer Mittel geben“, sagte der venezolanische Verteidigungsminister Vladimir Padrino zur Begründung in einer Rede, die in Online-Netzwerken verbreitet wurde.
„Die Truppen der Invasoren (…) haben unseren Boden entweiht“, sagte Padrino. Die US-Armee habe sogar Wohngebiete angegriffen. Derzeit würden Informationen über „Verletzte und Tote“ zusammengetragen.
11:42 Uhr
US-Senatoren bezweifeln Rechtmäßigkeit des Angriffs
Nach dem Angriff der USA auf Venezuela haben mehrere US-Parlamentarier Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgehens geäußert. Der demokratische Senator von Arizona, Ruben Gallego schrieb im Kurznachrichtendienst X: „Dieser Krieg ist illegal. Es ist beschämend, dass wir uns vom Weltpolizisten zum Weltmobber entwickelt haben. Es gibt keinen Grund, warum wir mit Venezuela im Krieg sein sollten“.
Auch ein Parteifreund von US-Präsident Donald Trump, der republikanische Senator Mike Lee von Utah, meldete Zweifel an: „Ich bin gespannt darauf zu erfahren, was – falls überhaupt etwas – diese Handlung verfassungsrechtlich rechtfertigen könnte, angesichts des Fehlens einer Kriegserklärung oder einer Genehmigung zum Einsatz militärischer Gewalt.“
11:42 Uhr
SPD-Außenpolitiker: Trumps Vorgehen in Venezuela ist „hochgefährlich“
Der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic hat den US-Angriff auf Venezuela scharf kritisiert. „Was wir hier mutmaßlich erleben, ist eine hochgefährliche Verschiebung der internationalen Ordnung“, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. „Wenn militärische Gewalt ohne UN-Mandat eingesetzt, Regime-Change offen betrieben und das Völkerrecht zur Verhandlungsmasse degradiert wird, dann ersetzt das Recht des Stärkeren zunehmend die Stärke des Rechts.“
Ahmetovic verwies darauf, dass US-Präsident Donald Trump neben dem Einsatz in Venezuela auch „völkerrechtswidrige Aktionen auf internationalen Gewässern, geopolitische Fantasien über Grönland oder geheime Absprachen mit dem Aggressor über die Zukunft der angegriffenen Ukraine ohne Europa“ betreibe.
11:42 Uhr
Vizepräsidentin verlangt Lebenszeichen von Maduro
Die venezolanische Regierung weiß derzeit nicht, wo sich Präsident Nicolas Maduro und seine Frau aufhalten. Das teilt Vizepräsidentin Delcy Rodriguez in einer im Staatsfernsehen ausgestrahlten Audiobotschaft mit. Sie fordert „einen sofortigen Beweis“, dass die beiden noch am Leben seien. US-Präsident Donald Trump hat mitgeteilt, dass Maduro und seine Frau gefangen genommen und außer Landes geflogen worden seien.
11:42 Uhr
US-Angriff auf Venezuela
In der venezolanischen Hauptstadt Caracas hat es mehrere Explosionen gegeben. Die venezolanische Regierung rief den Notstand aus und machte in einer Erklärung die USA für den „schweren militärischen Angriff“ verantwortlich.








