Niedrigere Netzentgelte RWE erwartet sinkende Preise für Strom und Gas
Stand: 03.01.2026 03:16 Uhr
Mit einem Milliardenzuschuss will die Bundesregierung Verbraucher bei den Strompreisen entlasten. Der Chef des Energieriesen RWE geht deshalb in diesem Jahr von niedrigeren Preisen aus. Auch die Kosten für Gas könnten sinken.
Der Chef des Energiekonzerns RWE, Markus Krebber, rechnet damit, dass die Preise für Strom und Gas sinken werden. Die Großhandelspreise beim Strom seien stabil, sagte Krebber der Rheinischen Post. „Da der Staat die Netzentgelte bezuschusst, wird es für viele Stromkunden unterm Strich 2026 günstiger werden.“ Auf mittlere Frist erwarte er dann stabile Preise, denn die Erzeugung werde günstiger, während die Netzentgelte stiegen.
Mit einem Milliardenzuschuss für Betreiber von Übertragungsnetzen will die Bundesregierung für Entlastung bei den Verbrauchern sorgen. Eine Prognose der Regierung geht im bundesweiten Durchschnitt von einer 17-prozentigen Preissenkung aus. Auch der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, erwartet in diesem Jahr „stabile oder sinkende“ Strompreise. Experten rechnen allerdings mit großen regionalen Unterschieden – und einer geringeren Ersparnis als versprochen. Die Stromsteuer will Schwarz-Rot hingegen zunächst nicht für Privatkunden senken.
Wachsendes Angebot an Flüssiggas
Laut RWE-Chef Krebber dürften auch beim Gas die Preise in den nächsten zwei Jahren fallen. Er begründet dies mit dem zunehmenden Angebot an Flüssiggas (LNG), das Deutschland aus mehreren Ländern bezieht.
RWE erzeugt seinen Strom unter anderem in Gaskraftwerken. Das Unternehmen beliefert seit einigen Jahren nur noch Großkunden, nicht etwa Privathaushalte. Krebber geht davon aus, dass RWE in den nächsten zwei Jahren von sinkenden Gaspreisen profitieren wird. Als Grund nannte er ein wachsendes Angebot an LNG.








