Krieg gegen die Ukraine Mindestens zwei Tote durch massive Angriffe auf Kiew
Stand: 29.11.2025 21:27 Uhr
Mindestens zwei Todesopfer, mehrere Verletzte und Stromausfälle – Kiew wurde ein weiteres Mal Ziel russischer Angriffe. Die Verhandlungen über ein mögliches Kriegsende sollen Berichten zufolge im Laufe des Wochenendes fortgesetzt werden.
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht zum Samstag erneut Ziel massiver russischer Angriffe geworden. Mindestens zwei Menschen kamen nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums ums Leben, zudem gebe es mehr als zehn Verletzte. Insgesamt habe Russland mehrere Regionen der Ukraine mit mehr als 500 Drohnen und Dutzenden Raketen attackiert.
In Kiew galt mehr als neun Stunden lang Luftalarm, während der ganzen Nacht habe es immer wieder Explosionen gegeben, berichteten lokale Medien. In mehreren Stadtvierteln seien Wohngebäude getroffen worden.
Wie Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mitteilte, führten die russischen Angriffe im Westen der Hauptstadt zu Stromausfällen. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Berufung auf das ukrainische Energieministerium, dass auch in anderen Teilen des Landes die Stromzufuhr infolge der Angriffe unterbrochen worden sein soll. Hunderttausende Menschen seien betroffen.
Verhandlungen über Friedensplan sollen weitergehen
US-Außenminister Marco Rubio und der Sondergesandte Steve Witkoff sollen sich am Sonntag mit einem Verhandlungsteam der Ukraine treffen, um über den Plan für ein Ende des Krieges mit Russland zu beraten. Das Treffen soll im Bundesstaat Florida stattfinden, wie ein Vertreter der Regierung von US-Präsident Donald Trump mitteilte. Auch Trumps Schwiegersohn und Berater Jared Kushner nimmt demnach daran teil.
Bislang war für die Ukraine der ehemalige Präsidialamtschef Andrij Jermak federführend an den Verhandlungen beteiligt. Im Zuge von Korruptionsermittlungen war der enge Vertraute von Präsident Wolodymyr Selenskyj aber am Freitag zurückgetreten. An seiner Stelle soll nun der Chef des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umerow, die Gespräche leiten, hieß es von der Nachrichtenagentur AFP.
In den kommenden Tagen wird zudem US-Verteidigungsstaatssekretär Dan Driscoll in Kiew erwartet, um den US-Plan zu besprechen. Der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, soll nächste Woche nach Moskau reisen, um Gespräche mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin zu führen.
Scharfe Kritik am ersten US-Entwurf
Der US-Friedensplan gilt als umstritten. Ein erster Entwurf enthielt harte Forderungen an die Ukraine, darunter massive Gebietsabtretungen. Des Weiteren solle die Ukraine die Stärke des eigenen Militärs nahezu halbieren. Aus der EU kam scharfe Kritik und die Forderung, sie selbst sowie die Ukraine müssten in Verhandlungen über ein mögliches Abkommen mit einbezogen werden.
Bei einem Treffen in Genf hatten Vertreter der USA und der Ukraine den ersten Entwurf des Friedensplans überarbeitet. Die USA zeigten sich offen für weitere Änderungen.








