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Gute Vorgaben von US-Börsen Kann sich der DAX jetzt stabilisieren?
Stand: 24.11.2025 07:29 Uhr
Nach einer Trendwende an der Wall Street zeichnet sich am deutschen Aktienmarkt ein erholter Start in die neue Woche ab. Der DAX dürfte nach dem kräftigen Kursrutsch der Vorwoche mit Gewinnen in den Handel gehen.
Nachdem der DAX in der Vorwoche auf den tiefsten Stand seit Mai gefallen war, startet das deutsche Börsenbarometer am Morgen einen Stabilisierungsversuch. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex aktuell 0,8 Prozent höher auf 23.285 Zähler.
DAX bleibt technisch angeschlagen
Doch angesichts der jüngsten kräftigen Kursverluste von in der Spitze rund 1.500 Punkten wäre das zunächst kaum mehr als eine technische Gegenreaktion. Der übergeordnete langfristige Trend im DAX zeigt weiterhin nach unten, bliebe der deutsche Leitindex damit doch weiterhin unter seiner 200-Tage-Linie.
Auch Marktexperte Jochen Stanzl bleibt skeptisch: Der DAX scheint erst dann zu einer Bodenbildung fähig zu sein, wenn sich die aktuell erhitzten Gemüter wieder beruhigt haben, so der Chefmarktanalyst der Consorsbank. Dieser Zeitpunkt scheine noch nicht erreicht zu sein.
Anleger zwischen KI-Zweifel und Zinssorgen
Dabei sind nicht nur die vermehrten Zweifel an der Nachhaltigkeit des KI-Booms ein Belastungsfaktor für die Aktienmärkte. Auch von der Geldpolitik kommt weiterhin kräftiger Gegenwind, hatte der jüngste Arbeitsmarktbericht aus den USA die ohnehin schwindende Hoffnung auf eine weitere Zinssenkung im Dezember doch nochmals gedämpft.
Trendwende an der Wall Street
Rückenwind für den DAX kommt dagegen von der Wall Street, die nach dem europäischen Handelsende ins Plus gedreht hatte. Der Dow-Jones-Index ging mit einem Gewinn von 1,1 Prozent bei 46.245 Punkten aus dem Handel. Der breit gefasste S&P 500 legte um 1,0 Prozent auf 6.603 Zähler zu, und der technologielastige Nasdaq zog um 0,9 Prozent auf 22.273 Stellen an.
China-Börsen mit Gewinnen, Tokio geschlossen
Von den guten US-Vorgaben lassen sich am Morgen auch einige asiatische Indizes wie der Hang Seng in Hongkong mittragen. Der technologielastige Index zieht aktuell um 2,0 Prozent an. Die Börse in Shanghai legt um 0,3 Prozent zu. An der Börse in Tokio wird heute wegen eines Feiertags nicht gehandelt.
Ölpreise legen leicht zu
Am Rohstoffmarkt spiegelt sich die nachlassende Risikoaversion der Anleger ebenfalls wider. Der Preis für die Nordseesorte Brent notiert im frühen Handel 0,3 Prozent höher bei 62,13 Dollar je Barrel.
Euro vor ifo-Daten etwas höher
Am Devisenmarkt zieht der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1525 Dollar an. Am Vormittag steht mit dem ifo-Geschäftsklimaindex direkt ein Daten-Höhepunkt an. Martin Roth von der Commerzbank erwartet das wichtigste deutsche Konjunkturfrühbarometer leicht höher auf einem Jahreshoch – das im längerfristigen Vergleich allerdings immer noch niedrig sei.
Mit Informationen von Angela Göpfert, ARD-Finanzredaktion.








