Stand: 29.11.2025 15:21 Uhr
Viele zerstörte Häuser, Tausende Menschen in Notunterkünften und mindestens 130 Tote – das ist die Bilanz des Zyklon „Ditwah“, der über Sri Lanka hinweggefegt ist. Landesweit gilt ein Notstand, die Rettungsarbeiten laufen auf Hochtouren.
Bei einem Wirbelsturm sind im Inselstaat Sri Lanka viele Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Todesopfer stieg nach Behördenangaben auf mindestens 130. Mehr als 170 Menschen würden noch vermisst, teilte der Leiter des Katastrophenschutzzentrums mit. Die Behörden gehen davon aus, dass die Zahlen weiter steigen werden – Hilfskräfte konnten viele Ortschaften im Landesinneren noch nicht erreichen. Sri Lankas Präsident Anura Kumara Dissanayake rief landesweit den Notstand aus.
Etwa 44.000 Menschen, deren Häuser durch die tagelangen heftigen Regenfälle zerstört wurden, wurden laut Katastrophenschutz in staatliche Notunterkünfte gebracht. Die Armee unterstütze die laufenden Hilfseinsätze. Boote und Hubschrauber der Streitkräfte wurden demnach genutzt, um Menschen aus den Flutgebieten zu retten.
Flüsse über die Ufer getreten
Zyklon „Ditwah“ war am Mittwoch in Sri Lanka auf Land getroffen und hatte schwere Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. In niedrig gelegenen Gebieten nahmen die Überflutungen zuletzt weiter zu, sodass die Behörden die Evakuierung der Ufer des Flusses Kelani anordneten, der von Colombo in den Indischen Ozean fließt. Nachdem er am Freitagabend über die Ufer getreten war, flüchteten sich Hunderte Anwohnerinnen und Anwohner in Notunterkünfte.
Präsident Dissanayake wies laut der indischen Zeitung The Hindu die Tourismusbehörden an, die wichtigsten Dienstleistungen für die von den Unwettern betroffenen ausländischen Touristen sicherzustellen. Fluglinien teilten mit, dass es zu Flugausfällen komme.
Indien schickt Hilfe
Das große Nachbarland Indien schickte am Samstag eine Flugzeugladung Hilfsgüter nach Sri Lanka. Der indische Regierungschef Narendra Modi drückte den Angehörigen der Flutopfer sein Mitgefühl aus und versicherte, sein Land sei bei Bedarf zu weiteren Hilfslieferungen bereit. „Ditwah“ bewegte sich derweil von Sri Lanka weg in Richtung Indien.








