Stand: 23.11.2025 03:18 Uhr
Die US-Luftfahrtbehörde warnte vor Gefahren im venezolanischen Luftraum – einige internationale Airlines haben nun reagiert und ihre Flüge nach Venezuela gestrichen. Einem Bericht zufolge steht eine neue Phase von US-Militäreinsätzen bevor.
Nach einer Warnung der US-Luftfahrtbehörde FAA haben sechs Fluggesellschaften ihre Flüge nach Venezuela gestrichen. Die spanische Airline Iberia, die portugiesische Fluggesellschaft TAP, die chilenische Latam, die kolumbianische Avianca, die brasilianische Fluggesellschaft GOL und die Caribbean aus Trinidad und Tobago hätten ihre Flüge am Samstag ausgesetzt, teilte die Präsidentin des venezolanischen Luftfahrtverbands Alav, Marisela de Loaiza, mit. Wie lange diese Maßnahmen gelten, blieb unklar.
Die US-Luftfahrtbehörde hatte am Freitag vor dem Hintergrund der verstärkten US-Militärpräsenz in der Karibik vor Gefahren im venezolanischen Luftraum gewarnt. Flugzeuge, die das Gebiet durchquerten, sollten „Vorsicht walten lassen“, hieß es. Als Grund nannte die Behörde die „sich verschlechternde Sicherheitslage und die verstärkten militärischen Aktivitäten in oder um Venezuela“.
Seit Monaten bauen die USA ihre Militärpräsenz in der Karibik aus. In den vergangenen Wochen wurden mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in die Karibik entsandt – nach eigenen Angaben, um den Drogenhandel zu bekämpfen.
Inzwischen ist auch der größte US-Flugzeugträger „Gerald R. Ford“ in seinem Einsatzgebiet in der Karibik angekommen. An Bord sind Dutzende Kampfjets. Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an – mit Dutzenden Todesopfern.
Neue Phase von US-Operationen?
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete jetzt, Regierungsvertreter hätten von einer neuen Phase von US-Operationen gegen Venezuela gesprochen, die vorbereitet würde. Damit wolle US-Präsident Donald Trump den Druck auf Präsident Nicolás Maduro erhöhen, hieß es.
Zwei der Insider erklärten Reuters zufolge, verdeckte Operationen seien wahrscheinlich der erste Schritt. „Präsident Trump ist bereit, alle Machtmittel Amerikas einzusetzen, um die Flut von Drogen in unser Land zu stoppen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen“, sagte demnach ein hochrangiger Regierungsvertreter. Ob Trump bereits eine Entscheidung getroffen hat, war zunächst unklar. Das Pentagon verwies eine Anfrage an das Weiße Haus. Die CIA lehnte eine Stellungnahme ab.
Die USA werfen Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Die Trump-Regierung wirft Maduro vor, in diesen illegalen Handel verwickelt zu sein, was dieser bestreitet.








