Erneut Kältebus angezündet Tatverdächtiger bei Brandanschlag gefasst
Stand: 02.01.2026 10:08 Uhr
Bei einem weiteren Brandanschlag auf einen Kältebus der Berliner Stadtmission ist ein Tatverdächtiger gefasst worden. Das Fahrzeug ist allerdings fahruntauglich. Erst am Sonntag waren zwei Kältebusse angesteckt worden.
- erneut Kältebus der Berliner Stadtmission angegriffen
- Mitarbeitende der Stadtmission mit Feuerlöschern zur Stelle
- Tatverdächtiger in der Lehrter Straße in Moabit gestellt
- Mutmaßlicher Täter soll betrunken gewesen sein
Der Mann, der an Neujahr einen Kältebus der Berliner Stadtmission angezündet haben soll, wird am Freitag wohl einem Haftrichter vorgeführt. Wie die Polizei mitteilte, sei der mutmaßliche Täter betrunken gewesen.
Dem 43-jährige Mann wird vorgeworfen, am Donnerstagnachmittag in Moabit einen Kältebus der Hilfsorganisation in Brand gesetzt zu haben. Er war von Mitarbeitern der Berliner Stadtmission dabei beobachtet und festgehalten worden. Laut Polizeiangaben habe ein anschließender Alkoholtest einen Promillewert von 1,6 ergeben.
Ob er auch für die Brände weiterer Kältebusse der Stadtmission verantwortlich ist, werde noch ermittelt, teilte die Polizei mit.
Berliner Stadtmission: Bus fahruntauglich
Den Vorfall an Neujahr hatte die Berliner Stadtmission bereits selbst am Neujahrsabend auf Instagram öffentlich gemacht. Ein Mitarbeiter hätte gemeinsam mit einer Sicherheitsfirma einen mutmaßlichen Tatverdächtigen auf frischer Tat ertappt und der Polizei übergeben, hieß es da. Die Polizei bestätigt diese Darstellung. Mit Feuerlöschern gelang es Mitarbeitenden der Stadtmission den Brand zu löschen. Jedoch ist der Bus nun fahruntauglich, so der Hilfsverein.
„Wir sind dankbar, dass der Fall so vermutlich abgeschlossen werden kann und unsere Kältebusse und Mitarbeitenden wieder sicher sind“, heißt es in der Instagram-Story weiter. Die Kriminalpolizei ermittelt, ob es sich bei dem Mann um denjenigen handelt, der bereits am vergangenen Wochenende zwei Kältebusse angezündet hatte.
Nach erster Attacke erreichte Stadtmission Welle der Solidarität
Nach dem Angriff vom vergangen Sonntag erlebte die Berliner Stadtmission eine große Welle der Solidarität. Die Stiftung der Deutschen Bahn spendete 70.000 Euro für neue Fahrzeuge, die Gebewo lieh der Stadtmission einen Bus. Zahlreiche Privatpersonen und andere Stellen hatten Spendenbereitschaft signalisiert. „Danke für euren Zuspruch und eure Unterstützung die letzten Tage“, hieß es in der am Donnerstagveröffentlichten Instagram-Story.
Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) zeigte sich am vergangenen Sonntag über den mutmaßlichen Angriff erschüttert. „Wer Fahrzeuge zerstört, die dazu da sind, Menschen vor dem Erfrieren zu schützen, greift nicht nur Sachwerte an, sondern gefährdet unmittelbar Leben“, teilte die Senatorin auf Instagram mit. „Die Kältebusse sind für viele der letzte Rettungsanker, der Weg in eine warme, sichere Unterkunft. Dass nun genau diese Hilfe mutwillig angegriffen wurde, ist unerträglich.“
Die Beschädigung der Busse sei angesichts der Minusgrade dramatisch und lebensgefährlich für viele Menschen, hatte Stadtmissionsdirektor Christian Ceconi nach dem ersten Übergiff erklärt. Jede Nacht würden die Stadtmission 120 Anrufe erreichen.
Sendung: rbb 88.8, 02.01.2026, 10:00 Uhr
Erneut Kältebus angezündet Tatverdächtiger bei Brandanschlag gefasst
Stand: 02.01.2026 10:08 Uhr
Bei einem weiteren Brandanschlag auf einen Kältebus der Berliner Stadtmission ist ein Tatverdächtiger gefasst worden. Das Fahrzeug ist allerdings fahruntauglich. Erst am Sonntag waren zwei Kältebusse angesteckt worden.
- erneut Kältebus der Berliner Stadtmission angegriffen
- Mitarbeitende der Stadtmission mit Feuerlöschern zur Stelle
- Tatverdächtiger in der Lehrter Straße in Moabit gestellt
- Mutmaßlicher Täter soll betrunken gewesen sein
Der Mann, der an Neujahr einen Kältebus der Berliner Stadtmission angezündet haben soll, wird am Freitag wohl einem Haftrichter vorgeführt. Wie die Polizei mitteilte, sei der mutmaßliche Täter betrunken gewesen.
Dem 43-jährige Mann wird vorgeworfen, am Donnerstagnachmittag in Moabit einen Kältebus der Hilfsorganisation in Brand gesetzt zu haben. Er war von Mitarbeitern der Berliner Stadtmission dabei beobachtet und festgehalten worden. Laut Polizeiangaben habe ein anschließender Alkoholtest einen Promillewert von 1,6 ergeben.
Ob er auch für die Brände weiterer Kältebusse der Stadtmission verantwortlich ist, werde noch ermittelt, teilte die Polizei mit.
Berliner Stadtmission: Bus fahruntauglich
Den Vorfall an Neujahr hatte die Berliner Stadtmission bereits selbst am Neujahrsabend auf Instagram öffentlich gemacht. Ein Mitarbeiter hätte gemeinsam mit einer Sicherheitsfirma einen mutmaßlichen Tatverdächtigen auf frischer Tat ertappt und der Polizei übergeben, hieß es da. Die Polizei bestätigt diese Darstellung. Mit Feuerlöschern gelang es Mitarbeitenden der Stadtmission den Brand zu löschen. Jedoch ist der Bus nun fahruntauglich, so der Hilfsverein.
„Wir sind dankbar, dass der Fall so vermutlich abgeschlossen werden kann und unsere Kältebusse und Mitarbeitenden wieder sicher sind“, heißt es in der Instagram-Story weiter. Die Kriminalpolizei ermittelt, ob es sich bei dem Mann um denjenigen handelt, der bereits am vergangenen Wochenende zwei Kältebusse angezündet hatte.
Nach erster Attacke erreichte Stadtmission Welle der Solidarität
Nach dem Angriff vom vergangen Sonntag erlebte die Berliner Stadtmission eine große Welle der Solidarität. Die Stiftung der Deutschen Bahn spendete 70.000 Euro für neue Fahrzeuge, die Gebewo lieh der Stadtmission einen Bus. Zahlreiche Privatpersonen und andere Stellen hatten Spendenbereitschaft signalisiert. „Danke für euren Zuspruch und eure Unterstützung die letzten Tage“, hieß es in der am Donnerstagveröffentlichten Instagram-Story.
Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) zeigte sich am vergangenen Sonntag über den mutmaßlichen Angriff erschüttert. „Wer Fahrzeuge zerstört, die dazu da sind, Menschen vor dem Erfrieren zu schützen, greift nicht nur Sachwerte an, sondern gefährdet unmittelbar Leben“, teilte die Senatorin auf Instagram mit. „Die Kältebusse sind für viele der letzte Rettungsanker, der Weg in eine warme, sichere Unterkunft. Dass nun genau diese Hilfe mutwillig angegriffen wurde, ist unerträglich.“
Die Beschädigung der Busse sei angesichts der Minusgrade dramatisch und lebensgefährlich für viele Menschen, hatte Stadtmissionsdirektor Christian Ceconi nach dem ersten Übergiff erklärt. Jede Nacht würden die Stadtmission 120 Anrufe erreichen.
Sendung: rbb 88.8, 02.01.2026, 10:00 Uhr








