Indonesien Weitere Tote nach Sturm auf Sumatra
Stand: 30.11.2025 18:12 Uhr
Inzwischen melden die Behörden mehr als 440 Tote auf der indonesischen Insel Sumatra. Nach schweren Regenfällen war es zu Überschwemmungen und Erdrutschen gekommen. Auch Thailand und Malaysia sind betroffen.
Auf der indonesischen Insel Sumatra ist die Zahl der Toten durch verheerende Erdrutsche und Überschwemmungen auf mindestens 440 Menschen gestiegen. Nach Informationen der Katastrophenschutzbehörde werden mehr als 400 Menschen weiterhin vermisst. Etwa 290.000 Menschen sind in den Provinzen Aceh, Nordsumatra und Westsumatra obdachlos geworden. Seit Tagen regnet es ununterbrochen. Durch den Starkregen war es zu Sturzfluten und massiven Erdrutschen gekommen.
Ganze Regionen auf Sumatra seien von der Außenwelt abgeschnitten, teilten die Behörden mit. Um zu überleben, waren in Nordsumatra Bewohner in den betroffenen Gebieten gezwungen, Lebensmittel und Trinkwasser aus Supermärkten zu plündern, so die Behörden. Hilfslieferungen kämen wegen der Wetterlage und zerstörter Straßen nur schleppend voran.
Regionen nur schwer erreichbar
Einige der am stärksten betroffenen Gebiete seien nur noch per Luft- oder Seeweg erreichbar, sagte Suharyanto, Leiter der Katastrophenschutzbehörde, auf einer Pressekonferenz. „Wir haben Lebensmittel und Hilfsgüter aus der Luft abgeworfen und Soldaten entsandt“, sagte er.
Unaufhörliche starke Regenfälle hatten zuvor Flüsse zum Überlaufen gebracht und Sturzfluten sowie Schlammlawinen ausgelöst, die durch ganze Dörfer fegten. Viele Häuser, Straßen und Brücken auf der sechstgrößten Insel der Welt wurden beschädigt.
Auch Thailand und Malaysia betroffen
Auch andere Länder in Südostasien wurden von dem Sturm schwer getroffen. Thailand meldete 170 Tote. Auch in Malaysia starben Menschen. Insgesamt waren in den drei Ländern offiziellen Angaben zufolge mehr als vier Millionen Menschen von der Unwetterkatastrophe betroffen – davon fast drei Millionen im Süden Thailands und mehr als eine Million im Westen Indonesiens.
Große Teile der betroffenen Länder waren tagelang von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht worden, nachdem sich in der Straße von Malakka, einer Meerenge zwischen Indonesien und Malaysia, ein seltener Tropensturm gebildet hatte. Am Wochenende beruhigte sich die Wetterlage. In Malaysia hoben die Meteorologen ihre Warnungen vor Sturm und Dauerregen auf.
Wissenschaftler warnen, dass der Klimawandel die Häufigkeit und Intensität solcher Wetterereignisse weiter erhöhen dürfte.








