Stand: 23.11.2025 17:36 Uhr
Nach der Verschleppung von mehr als 300 Schülern in Nigeria ist 50 von ihnen die Flucht gelungen. Wo und wie die übrigen Entführten festgehalten werden, ist noch immer unklar.
In Nigeria ist 50 verschleppten Kindern die Flucht gelungen. Das berichtet der Vorsitzende der Ortsgruppe der Christlichen Vereinigung Nigerias, Bulus Dauwa Yohanna. Die Kinder und Jugendlichen seien am Freitag und Samstag auf eigene Faust entronnen und nun bei ihren Familien. Dies habe man durch Kontaktaufnahme mit den Eltern bestätigen können.
253 Schulkinder sowie zwölf Lehrkräfte seien aber noch in der Gewalt der Entführer. Bewaffnete Angreifer hatten die St. Mary’s School, eine katholische Bildungseinrichtung in der abgelegenen Gemeinde Papiri im Bundesstaat Niger, am Freitag überfallen und Hunderte Kinder sowie die Lehrkräfte verschleppt.
Zunächst war von 215 entführten Kindern die Rede. Später korrigierte sich der Ortsverband der Christlichen Vereinigung (CAN) und erklärte, 88 Schülerinnen und Schüler hätten zunächst zu flüchten versucht, seien dann aber von den Angreifern eingeholt und gefangen genommen worden.
Keine Stellungnahme der Behörden
Die Kinder und Teenager sind zwischen zehn und 18 Jahre alt. Wie die Kinder festgehalten werden, ist unklar. Wie es den 50 Kindern gelang, sich zu befreien, wissen die Behörden ebenfalls noch nicht. Die Polizei und das Militär reagierten zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme der Nachrichtenagentur AP.
Erst vor einigen Tagen waren im Bundesstaat Kebbi im Nordwesten Nigerias, der an den Bundesstaat Niger grenzt, 25 Schülerinnen aus einem Internat entführt worden. Eines der Mädchen entkam auf eigene Faust und kehrte nach Darstellung des Schulleiters sicher zu seiner Familie zurück. Bislang hat keine Gruppe die jüngsten Entführungen für sich reklamiert.








