Stubaier Gletscher in Tirol Acht Wintersportler aus Lawine in Skigebiet gerettet
Stand: 27.11.2025 17:26 Uhr
Für acht Wintersportler ist ein Lawinenabgang in Tirol glimpflich ausgegangen, alle konnten gerettet werden. Die Lawine war – vermutlich von Skifahrern – oberhalb einer Piste am Stubaier Gletscher ausgelöst worden. Sie traf auch die gesicherte Piste.
Im Skigebiet Stubaier Gletscher in Österreich ist eine Lawine abgegangen, die auch eine gesicherte Skipiste erreicht hat. Nach Angaben der Bergbahn-Gesellschaft wurde sie vermutlich durch Skifahrer ausgelöst, die im freien Gelände oberhalb der Piste unterwegs waren. Insgesamt wurden acht Menschen verschüttet, alle konnten gerettet werden, vier wurden leicht verletzt.
Zu den Verschütteten zählten fünf Deutsche. Die anderen betroffenen Wintersportler stammten aus Bulgarien und Österreich, wie ein Sprecher der Stubaier Gletscherbahnen mitteilte. Zunächst war von neun Verschütteten berichtet worden, doch einer der geborgenen Wintersportler hatte sich nach seiner Rettung doppelt bei der Polizei gemeldet.
Lawine erreicht Teile der gesicherten Ski-Piste
Wie der ORF berichtete, hatte die Lawine beträchtliche Ausmaße, ihr sogenannter Anriss sei bis zu zwei Meter hoch gewesen.
Vonseiten der Stubaier Gletscherbahnen hieß es, es habe in den vergangenen Tagen viel geschneit, die Niederschlagsmengen seien aber nicht außergewöhnlich gewesen. Bevor die Lawine abging, seien bereits einige Skifahrer ohne Zwischenfälle auf dem betroffenen Hang abgefahren, wie an Spuren im Schnee zu erkennen gewesen sei. Im freien Skigelände abseits der Pisten herrsche aber immer ein gewisses Risiko.
Mehr als 250 Rettungskräfte im Einsatz
An dem Rettungseinsatz infolge des Lawinenabgangs beteiligten sich mehr als 250 Einsatzkräfte, darunter auch etwa 90 Soldaten der Deutschen Bundeswehr beteiligt gewesen, die sich im Rahmen einer Ausbildung auf dem Gletscher aufhielten. Neben österreichischen Bergrettern waren auch 60 tschechische und polnische Bergretter, Suchhunde und mehrere Hubschrauber im Einsatz.
Nachdem das betroffene Gebiet zusätzlich mit einer elektronischen Sonde überflogen worden war und keine Vermissten mehr gemeldet waren, wurde der Einsatz am Nachmittag beendet.








