Preiserhöhung durch Trump-Regierung US-Nationalparks werden für Ausländer teurer
Stand: 26.11.2025 03:37 Uhr
„America First“ auch bei den Nationalparks: Ausländische Touristen zahlen für den Besuch des Grand Canyon oder der Rocky Mountains künftig mehr als Amerikaner. Bei den beliebtesten Parks fällt die Preiserhöhung besonders deutlich aus.
Ausländische Touristen müssen sich ab dem kommenden Jahr bei einem Besuch in vielen der großen US-Nationalparks – wie Yellowstone, Yosemite oder dem Grand Canyon – auf deutlich höhere Kosten einstellen. Ab Januar fällt in den elf beliebtesten Parks pro Person eine Extragebühr von 100 US-Dollar (rund 86 Euro) zusätzlich zum normalen Eintritt an, wie das Innenministerium und die Nationalparkverwaltung mitteilten.
Die Zusatzgebühr gelte nicht für Kinder, sondern greife erst ab 16 Jahren, erklärte eine Sprecherin des Innenministeriums. Der normale Eintritt für einen Nationalpark beträgt demnach im Schnitt etwa 35 Dollar pro Auto. Alternativ dazu können ausländische Besucher auch einen Jahrespass für 250 Dollar erwerben. Der gelte für alle Passagiere im Auto, erklärte die Sprecherin. Wer aber in einem Bus reise oder zu Fuß ankomme, müsse auf jeden Fall die 100 Dollar zahlen.
Für US-Staatsbürger und Menschen mit permanenter Aufenthaltsgenehmigung in den USA wird der Jahrespass für die Nationalparks weiterhin nur 80 US-Dollar kosten. Bisher galt dieser Preis auch für ausländische Touristen.
Im vergangenen Jahr besuchten rund 331 Millionen Besucher die Nationalparks der USA.
Regierung will Mittel für Parks kürzen
Mit der Preiserhöhung werde ein Dekret von US-Präsident Donald Trump vom Juli umgesetzt, hieß es aus dem Innenministerium. Er hatte die Ankündigung damals mit seinem Slogan „America first“ verbunden, wonach die Vereinigten Staaten und die Amerikaner immer an erster Stelle stehen sollten.
Innenminister Doug Burgum erklärte, mit den neuen Regeln werde der günstige Zugang für US-Steuerzahler gesichert und internationale Besucher trügen damit auf faire Weise dazu bei, die Parks zu erhalten und für die nächsten Generationen zu verbessern.
Die zusätzlichen Einnahmen sollen demnach für den Naturschutz und die Instandhaltung der Parks verwendet werden. Allerdings hatte die Regierung in den vergangenen Monaten auch Pläne bekanntgegeben, die Ausgaben für den Nationalpark-Service im kommenden Haushaltsjahr um mehr als ein Drittel zu kürzen.
Besucherrekord im vergangenen Jahr
Zuletzt verzeichneten die Parks mit 331 Millionen Besuchern im Jahr 2024 einen Rekord. Einer Aufsichtsgruppe zufolge führt Personalmangel in einigen Parks bereits jetzt zu Schließungen und eingeschränktem Betrieb.
Betroffen von der neuen Gebühr sind der Ankündigung zufolge viele Nationalparks, die zu den beliebtesten bei Touristen zählen: Acadia National Park, Bryce Canyon National Park, Everglades National Park, Glacier National Park, Grand Canyon National Park, Grand Teton National Park, Rocky Mountain National Park, Sequoia & Kings Canyon National Parks, Yellowstone National Park, Yosemite National Parks und Zion National Park.








